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Kanalsanierung Fachbetriebe

Prüfung

Dichtheitsprüfung der Abwasserleitung

Bei einer Dichtheitsprüfung wird ein abgesperrter Abschnitt der Abwasserleitung mit Wasser oder Luft beaufschlagt; über eine festgelegte Prüfdauer wird beobachtet, ob Füllstand oder Druck abfallen. Das Ergebnis hält ein Prüfprotokoll fest — es benennt Abschnitt, Verfahren, Prüfdauer und Ausgang.

Ob Sie prüfen lassen müssen, steht nicht auf dieser Seite: Das entscheiden Landesrecht, die Entwässerungssatzung Ihrer Kommune und der Anlass. Diese Seite erklärt, was bei einer Prüfung geschieht und woran Sie ein brauchbares Protokoll erkennen. Die Prüfung führt ein Fachbetrieb aus; wir vermitteln ihn, kostenlos und unverbindlich für Sie.

Dichtheitsprüfung
Ein Prüfverfahren, bei dem ein abgesperrter Leitungsabschnitt mit Wasser oder Luft beaufschlagt und über eine festgelegte Prüfdauer beobachtet wird. Bleiben Füllstand beziehungsweise Druck innerhalb der zulässigen Grenzen, gilt der Abschnitt als dicht.
Geprüft wird ein Abschnitt zu einem Zeitpunkt, nicht eine Anlage auf Dauer. Das Verfahren für Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen beschreibt DIN EN 1610; für den Bestand kommt die Instandhaltungsnorm DIN 1986-30 hinzu. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, ergibt sich aus Landesrecht und kommunaler Satzung — nicht aus der Norm allein.

Quelle: DIN EN 1610 — Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen · Stand September 2026

Prüfung mit Wasser oder mit Luft

Zwei Prüfmedien, dieselbe Frage. Welches eingesetzt wird, entscheiden Zugänglichkeit, Leitungsverlauf und die Vorgaben, die für den Fall gelten.

Prüfung mit Wasser oder mit Luft
MerkmalPrüfung mit WasserPrüfung mit Luft
PrinzipDer Abschnitt wird abgesperrt und bis zu einer festgelegten Höhe gefüllt; beobachtet wird der Wasserverlust.Der Abschnitt wird abgesperrt und mit einem festgelegten Überdruck beaufschlagt; beobachtet wird der Druckabfall.
Aufwand vor OrtWasser muss herangeführt, eingebracht und danach abgeleitet werden.Ohne Wasserbeschaffung; der Aufbau ist schneller hergestellt.
EmpfindlichkeitRobuster gegenüber Umgebungseinflüssen, dafür zeitaufwendiger.Empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Feuchte im Rohr.
Bei nicht bestandener PrüfungDas Ergebnis der Wasserprüfung ist maßgebend.Nach einer nicht bestandenen Luftprüfung darf mit Wasser nachgeprüft werden.
Voraussetzung in beiden FällenGereinigte Leitung, bekannter Verlauf, absperrbare Abschnitte.Gereinigte Leitung, bekannter Verlauf, absperrbare Abschnitte.

Welches Verfahren zulässig ist und welche Prüfdauer und Grenzwerte gelten, richtet sich nach dem einschlägigen Regelwerk und den Vorgaben der Stelle, die das Ergebnis entgegennimmt. Fragen Sie vor der Beauftragung, welches Verfahren gefordert ist.

Quelle: DIN EN 1610 — Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen · Stand September 2026

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Ablauf einer Prüfung

Die Prüfung selbst ist der kürzeste Teil. Davor liegen drei Schritte, ohne die sie nicht aussagekräftig wäre — und die deshalb auch im Angebot stehen sollten.

  1. 1. Leitungsverlauf klären

    Ohne zu wissen, wo die Leitung entlangläuft und wo sie sich verzweigt, lässt sich kein Prüfabschnitt festlegen. Grundlage sind der Entwässerungsplan und die vorhandenen Schächte und Öffnungen.

  2. 2. Reinigen

    Ablagerungen verfälschen jede Beobachtung und können Absperrelemente undicht machen. Die Spülung geht der Prüfung voraus.

  3. 3. Befahren

    Die Kamera zeigt, ob überhaupt sinnvoll geprüft werden kann. Einen offensichtlich zerstörten Abschnitt unter Druck zu setzen, kostet Geld und liefert eine Erkenntnis, die schon vorlag.

  4. 4. Prüfabschnitte absperren

    Mit Absperrelementen wird der Abschnitt an beiden Enden geschlossen. Die Zahl der Abschnitte entscheidet über den Aufwand — jeder Abschnitt ist ein eigener Auf- und Abbau.

  5. 5. Prüfen

    Der Abschnitt wird mit Wasser gefüllt oder mit Luft beaufschlagt, danach beginnt die Beobachtungszeit. Sie ist im Regelwerk festgelegt und keine Frage der Terminlage.

  6. 6. Protokollieren

    Ergebnis, Verfahren, Prüfabschnitt, Prüfdauer, Datum und prüfende Person werden schriftlich festgehalten. Ohne Protokoll hat die Prüfung stattgefunden, ist aber nicht belegt.

  7. 7. Ergebnis einordnen

    Bei einem nicht bestandenen Abschnitt folgt die Frage nach Ursache und Instandsetzung — und danach die Wiederholungsprüfung. Klären Sie vorher, ob die Wiederholung im Angebot enthalten ist.

Quelle: DIN EN 1610 — Einbau und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen · Stand September 2026

Was in ein Prüfprotokoll gehört

Das Protokoll ist das Ergebnis, für das Sie zahlen. Es muss von jemandem gelesen werden können, der nicht dabei war — von der Kommune, von einem Käufer, von Ihnen in zehn Jahren:

  • Grundstück, Auftraggeber, Datum und ausführender Betrieb mit Anschrift.
  • Bezeichnung des geprüften Abschnitts mit Anfangs- und Endpunkt.
  • Das angewandte Prüfverfahren und das Prüfmedium.
  • Prüfdruck beziehungsweise Füllhöhe und die eingehaltene Prüfdauer.
  • Das Ergebnis je Abschnitt, nicht nur ein Gesamturteil.
  • Angaben zu den Abschnitten, die nicht geprüft werden konnten, und der Grund dafür.
  • Name und Unterschrift der Person, die geprüft hat.
  • Die Unterlagen, auf die sich die Prüfung stützt: Entwässerungsplan und Befahrungsbericht.

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Was ein bestandenes Ergebnis aussagt — und was nicht

Ein bestandener Abschnitt war zum Zeitpunkt der Prüfung unter den Bedingungen des Verfahrens dicht. Das ist eine Momentaufnahme eines abgegrenzten Stücks Leitung. Es ist keine Aussage über die Abschnitte, die nicht geprüft wurden, und keine über die kommenden Jahre — eine Wurzel wächst weiter, eine Setzung setzt sich fort.

Umgekehrt ist ein nicht bestandener Abschnitt noch kein Sanierungsplan. Die nächste Frage lautet, wo die Undichtigkeit liegt und woran sie liegt: an einer Muffe, an einem Riss, an einem Anschluss, an einem Absperrelement, das nicht gehalten hat. Diese Frage beantwortet die Kamera, nicht der Druckabfall.

Dieses Portal führt keine Prüfungen durch und stellt keine Bescheinigungen aus. Wir vermitteln Betriebe, die prüfen. Ob ein Protokoll die Anforderungen der Stelle erfüllt, die es entgegennimmt, entscheidet diese Stelle — fragen Sie dort vor der Beauftragung nach, welche Form verlangt wird.

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Häufige Fragen

Wie läuft eine Dichtheitsprüfung ab?

Bei einer Dichtheitsprüfung wird ein Abschnitt der Leitung abgesperrt, mit Wasser gefüllt oder mit Luft beaufschlagt und über eine festgelegte Prüfdauer beobachtet. Davor stehen drei Schritte: Leitungsverlauf klären, reinigen, befahren. Das Ergebnis hält ein Protokoll fest, das Abschnitt, Verfahren, Prüfdauer und Ausgang benennt.

Wird mit Wasser oder mit Luft geprüft?

Beide Prüfmedien sind im Regelwerk vorgesehen und beantworten dieselbe Frage. Die Luftprüfung kommt ohne Wasserbeschaffung aus und ist schneller aufgebaut, reagiert aber empfindlicher auf Temperatur und Feuchte im Rohr. Nach einer nicht bestandenen Luftprüfung darf mit Wasser nachgeprüft werden; das Ergebnis der Wasserprüfung ist dann maßgebend.

Braucht es vor der Prüfung eine Kamerabefahrung?

Die Befahrung geht der Prüfung sinnvollerweise voraus: Sie zeigt den Verlauf, die Anschlüsse und die Stellen, an denen abgesperrt werden kann. Ist ein Abschnitt sichtbar zerstört, erspart die Kamera die Prüfung und damit deren Kosten. Reinigung und Befahrung gehören deshalb in dieselbe Beauftragung wie die Prüfung.

Wer darf eine Dichtheitsprüfung durchführen?

Welche Anforderungen an die prüfende Person gestellt werden, regeln das Landesrecht und die Satzung der Kommune, die das Protokoll entgegennimmt. In manchen Fällen wird eine besondere Sachkunde verlangt und in anderen nicht — das lässt sich nur dort erfragen, wo das Ergebnis vorzulegen ist. Klären Sie diesen Punkt vor der Beauftragung, nicht danach.

Was passiert, wenn die Prüfung nicht bestanden wird?

Ein nicht bestandener Abschnitt bedeutet zunächst nur, dass Druck oder Füllstand abgefallen sind. Die nächste Frage ist, wo und woran das liegt — das zeigt die Kamera. Erst danach steht eine Instandsetzung zur Entscheidung, und nach der Instandsetzung folgt die Wiederholungsprüfung. Klären Sie vorher, ob die Wiederholung im Angebot enthalten ist.

Was kostet die Anfrage über dieses Portal?

Die Anfrage über dieses Portal ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Wir geben sie an einen passenden Fachbetrieb weiter, der Ihr Gebiet bedient — an niemanden sonst. Vergütet werden wir von den Betrieben; eine Vermittlungsgebühr fällt für Sie nicht an.

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